Von Areaxbox:
Xbox II-Features auf einen Blick
Der Game Developers Conference sei Dank, ist nun endlich etwas Licht in die Entwicklung des Xbox-Nachfolgers gekommen. Diverse Präsentationen und Interviews später weiß man zumindest im Groben, was einen auf der diesjährigen E³ im Mai erwartet. Eine Kamera wird die Xbox 2 besitzen, Funkpads sollen zur Norm werden, wer will kann in nun wirklich jedem Spiel seinem persönlichen Musikgeschmack frönen und HDTV mag zwar noch lange kein Standard in deutschen Wohnzimmern sein, bereit für die hochauflösende Bildschirm-Norm ist Microsofts neue Wunderkonsole jedoch auf jeden Fall. Die Kollegen von IGN haben sich nun die Mühe gemacht, alle Fakten, sowie die wahrscheinlichsten Gerüchte und Mutmaßungen in einem längeren Artikel zusammenzufassen.
Die wichtigste Frage dabei ist sicherlich, mit wie vielen Spielen wir angesichts des doch recht frühen Erscheinens der Xbox 2 rechnen können. Laut IGN plant Microsoft in den ersten drei Monaten zwischen 30 und 40 Titel anbieten zu können. Innerhalb des ersten Jahres sollen noch 60 weitere Spiele hinzukommen. Halo 3 wir dabei nicht unter den Release-Titeln zu finden sein. Man geht eher davon aus, dass Microsoft sein Zugpferd bis zum offiziellen PlayStation3-Start zurückhalten wird. Dafür sollen andere Publisher für genügend Software-Nachschub sorgen. Gerade Electronic Arts dürfte diesmal schon zu Beginn einige bekannte Marken veröffentlich. Einzig Vivendi scheint sich von den großen Publisher bisher bedeckt zu halten und will erst den Launch abwarten, bevor man Spiele in Entwicklung schickt. Von der japanischen Seite aus sollen erneut SEGA und Tecmo mit an Bord sein, dazu gesellen sich Konami, Capcom, Namco und einige bis dato eher unbekannte Entwicklungsstudios wie Mistwalker oder Q Entertainment.
Von der technischen Seite heißt das große, neue Kredo "Standard". Waren auf Xbox noch viele Features wie High Definition und Custom Soundtrack optional, werden diesmal alle Xbox 2-Titel mit diesen Features aufwahrten können. So werden alle Ingame-Szenen, sowie Videos in 1280 mal 720 inklusive Anti-Aliasing laufen. Wer über keinen HDTV-tauglichen Fernseher verfügt, musst sich mit einem heruntergerechneten Bild zufrieden geben. Custom Soundtrack und Dolby Digital 5.1 sind ebenfalls von nun an immer mit von der Partie.
Als Hauptrecheneinheit erwarten den Käufer wie schon angekündigt, drei PowerPC Kernel, die jeweils mit 3 GHz schlagen. Die Grafikeinheit wird von Ati gestellt und dürfte sich von der Leistung über den momentan für den PC erhältlichen X800-Modellen ansiedeln. Als besonderes Schmankerln wird die Grafikeinheit schon komplett DirectX 10-kompatibel sein. Während diese Zahlen noch frohlocken lassen, bleibt abzuwarten, ob die bisher in den Entwicklerstationen eingebauten 256 MB Ram auch in der finalen Hardware stecken werden. Zwar stinkt der Speichervergleich PC zu Konsole gewaltig, dennoch dürften 256 MB Speicher für HDTV-taugliche Spiele arg knapp bemessen sein.
Ebenfalls nicht auf den allerneusten Stand der Technik ist der Datenträger. Anstatt wie PlayStation3 auf den DVD-Nachfolger Blu-Ray zu setzen, wird man bei der Xbox 2 auch weiterhin mit einer Dual-Layer-DVD auskommen müssen. Dafür spart Microsoft nicht bei den Speicherkarten, die bis zu einer Größe von einem Gigabyte erhältlich sein werden. Dabei ist zumindest eine Speicherkarte Pflicht, da Xbox 2 ohne Speichermedium erst gar nicht startet und die Festplatte aus der Xboxwirklich gestrichen zu sein scheint - zumindest ab Werk. Wer über das nötige Kleingeld verfügt, kann sich eine Zusatzfestplatte als Extra gönnen. Neben kürzeren Ladezeiten soll die Festplatte dabei eine Pflichtanschaffung für all jene werden, die ihre Xbox-Spiele auch auf Xbox2 weiterspielen wollen.
Während dies alles noch in den Bereich "war zu erwarten" fällt, ist die Ankündigung, dass die Xbox2 mit Kamera erscheint, schon überraschender. Vermutlich als Eingeständnis zu Sonys extrem erfolgreichen EyeToy-Kamera wird auch die Xbox2 mit einer USB 2-Kamera auf den Markt kommen. Neben Fotos in 1,2 Megapixel lassen sich damit auch Videos aufnehmen. Videoübertragungen via Xbox Live steht damit nichts mehr im Wege. Ebenfalls frei von Stolperfallen gibt sich der Controller, der wohl nun endgültig mit dem Kabelsalat Schluss machen wird. Nintendo hat mit ihrem WaveBird hier schon erste Akzente gesetzt. Das Design orientiert sich dabei am S-Controller, jedoch wird man auf die analogen Schultertasten verzichten müssen. Hier geht Microsoft den Weg von Sony und spendiert der Kontrolleinheit Knöpfe statt Schalter für die Zeigefinger.
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IGN-Artikel