Pfuh, ich bin jetzt zwei tage hintereinander mit 2 stunden schlaf in die arbeit getorkelt

Das software setup hat bei mir erst stunden gedauert weil steamVR ständig abgeschmiert ist. Treiber, komplettes Steam incl. library, vive software zig mal neu installiert, hunderte nvidia konfigurationen ausprobiert, nix hat geholfen. Am ende wars eine uraltinstallation von fraps die der übeltäter war. Nur durch zufall entdeckt, weil das programm garnicht im autostart war, aber deinstalliert und dann ging es eeendlich.
Die Raumvermessung ist simpel und total schnell erledigt. Controller und headset in die mitte des raums auf den boden legen, damit die software den boden erkennt, dann mit einem controller die wände des raumes abgehen. Wird beim ersten mal alles perfekt erkannt und damit ist alles eingerichtet. Dann endlich das headset aufgesetzt und ... ganz ehrlich, pure ernüchterung. Die Auflösung ist viel schlechter als erwartet. Man sieht in hellen flächen immer ein fliegengitter und manchmal sogar die einzelnen farbigen einzelnen oleds. Das ist dann auch alles ständig in bewegung und flimmert dadurch stark. Das sichtfeld, kleiner als gedacht, bisschen größer als beim cardboard aber nicht so wie erwartet. An den rändern wird die linse unscharf. Um das zu kompensieren ist die linse so "geriffelt" - Dadurch gibts das problem, dass helle bildbereiche in dünklere hineinleuchten können, je nach position im bild. Und in dünkleren Szenen merkt man, dass oleds eben auch nicht zu 100% schwarz werden, sondern ein unregelmässiges leicht gräuliches muster produzieren.
Aber, dann hebt man erstmals die controller vom boden auf. Man sieht sie im virtuellen Raum, bückt sich und greift hin. Und man erwischt sie genau da wo man sie sieht, man muss sich nicht herantasten. Das ist der erste wow moment. Der zweite wow moment kommt dann wenn man die controller vor sich hin und her bewegt, dreht, aneinander hält usw. Das ist 1:1 perfekt getrackt, man kann das system auch durch verdecken usw. nicht austricksen. Dann kommt ein roboter auf einen zugeflogen, und trotz alle dem was ich über die optik geschrieben habe, man weicht automatisch einen schritt zurück und denkt man hat jetzt so einen roboter vor sich.
Dann werden die tasten erklärt und es fangen an per tastendruck luftballons aus den controllern zu wachsen. Die fliegen dann um einen rum, man kann sie wegkicken, zerschiessen usw.
Klingt furchtbar unspektakulär, aber ich bin eine stunde lang da gestanden und hab mit luftballons gespielt. Das Tracking, die nachvollziehbaren abmessungen, distanzen und grössen im virtuellen raum passen einfach. Man erwischt einen luftballon an genau der stelle an dem man ihn erwischen will, man zielt nach einiger zeit ohne jedes fadenkreuz total präzise usw. Es ist echt beeindruckend!
Dann the lab probiert, die demosammlung von valve. Das eigentlich beeindruckendste - bogenschiessen. Man braucht nix erklärt, man nimmt intuitiv mit der linken hand den bogen, spannt mit der rechten den pfeil ein, zielt so wie man es in der realität machen würde, und trifft. Ohne fadenkreuz oder irgendwas. Die flugbahn des pfeils ist nachvollziehbar, und auch das zielen eben ist sow ie man es von videogames einfach noch nicht kannte, weil optisch 100% korrekt. Dadurch lernt man auch unheimlich schnell und wenn man dann die pfeile schnell und präzise durch die gegend schiesst ist das schon irgendwie ein saugeiles gefühl. Wenn ein gegner hinter einem hinderniss versteckt geht man einen schritt nach links, wenn die gegner unter dem vorsprung durchlaufen auf dem man steht, geht man bis ganz an den rand und zielt in den abgrund. Es ist einfach genial! Und man ist mitten drinn, auflösung, sichtfeld usw. ist in der hitze des gefechts vergessen und unwichtig.
Das doch recht starre dicke kabel an dem man hängt ist halt so ein ding was einen immer wieder so ein bisschen rausreisst, weil am boden dann was ist auf das man immer wieder drauf und drübersteigt oder es bei einer neuen positionierung im raum erst mal bischen zurecht rückt. Es ist keine gefahr über die man stolpert oder verheddert, aber es ist halt ja nach ausrichtung im raum immer wieder da und stört die immersion ein bisschen.
Aber eines frage ich mich halt schon ganz stark - was will die oculus rift eigentlich sein? Roomscale und tracking sind DAS feature von VR.
Mehr schreibe ich bei interesse am abend gerne noch
