So, nach 10h Spielzeit mal ein erstes Fazit:
Das Spiel ist (für mich) bei weitem nicht so gut, wie vorher propagiert. Es fühlt sich einfach an, wie Oblivion oder Morrowind (die ich beide nicht mochte) im Endzeit Szenario.
Wozu erstelle ich eine Stunde einen Charakter, welchen ich dann nie wieder sehe?
Hat sich bei Bethesda irgendwer mal die 3rd Person Ansicht nach der Entwicklung angeschaut? Die Animationen des Charakters sehen soo lächerlich aus.
Eine 1st Person-Ansicht bei Rollenspielen kann ich persönlich nicht ab, hier spielt sichs relativ gut, das Spiel hat nen guten Flow, ABER da kommen wir zum Knackpunkt. Es fühlt sich für mich nicht wie ein RPG an. Die Gespräche sind alle stocksteif, das Motion Acting der NPCs ist auf dem Stand von vor drei, vier Jahren.
Es gibt sehr wenige Quests bisher, habe jetzt aktuell fünf Quests laufen und fünf Quests erledigt, wobei man die ersten vier kaum dazu zählen kann, sondern eher als Prolog.
Dann die Charakterentwicklung:
Ich krieg kaum mit, dass ich besser werde, abgesehen von den "nützlichen" Skills wie Lockpick oder Repair.
Die Welt ansich ist nett, wobei ja eigentlich nur in den "Dungeons" was los ist. Klar, ist Post-Apokalypse aber ein bisschen mehr hätte es dann doch schon sein dürfen. Das minutenlange Stapfen durch die Pampa um hin und wieder mal nen Gegner zu erledigen ist nicht wirklich spannend.
Grafisch find ichs gut, aber ziemlich unspektakulär.
Ein großes Plus ist die Musik.

Die Idee mit dem Radio ist grandios.
Humor hab ich bisher eigentlich fast keinen entdecken können.
Insgesamt macht das Spiel inzwischen Spaß, aber nicht als RPG oder Fallout.
Imo war Stalker (auch wenn das noch mehr Shooter war) das sehr viel bessere Endzeit-Spiel. Sehr viel spannender, atmosphärisch dichter und insgesamt spaßiger.
Mal sehen, ob Fallout nochmal anziehen kann.