habs jetzt einmal durch. auf mittlerem schwierigkeitsgrad habe ich etwa 6-8 stunden gebraucht.
in jeglicher hinsicht das bislang konventionellste werk von platinum games. ziemlich austauschbares design, flache stereotype chars und eine einfallslose story entsprechen eigentlich nicht dem platinum standard. was das spiel allerdings großartig macht ist das gameplay. hat man die perfekte steuerung mal verinnerlicht kann man die gegner auf extrem stylishe art ins jenseits befördern. für jede aktion gibts einen passenden konter. das alles bei einem aberwitzigen tempo und einer projektildichte die teilweise bullet-hell shootern in nichts nachsteht. gegen sam wirkt marcus fenix und seine kollegen wie eine fußlahme rentnervereinigung.
ich würde sagen vanquish ist für die deckungsshooter das was ninja gaiden für die hack n slay/actionspiele ist. ohne jedoch den "fehler" zu machen durch einen überhöhten schwierigkeitsgrad die latte für viele spieler zu hoch zu legen.
technisch ists über fast jeden zweifel erhaben. sieht saugut aus und bleibt dabei immer flüssig (~30fps). einzig dieses erhellen des oberen bildschirmdrittels in manchen levels/sequenzen stört mich schon wie bei bayonetta. was das darstellen soll wird wohl platinums geheimniss bleiben. gerade der waldabschnitt leidet darunter.
sound ist geschmackssache. mir hat das elektrogedudel nicht so gut gefallen. schade, denn madworld und bayonetta hatten einen herausragenden soundtrack.
insgesamt für meinen geschmack das schwächste werk von platinum, auch weil es lange nicht so unkonventionell und kreativ ist wie die beiden ersten spiele. trotzdem ein superspiel... ich hab einen neuen lieblingsentwickler
