Crayfish
immer noch
Es war Anfang der 90er, als das Adventure-Genre durch LucasArts auf dem Höhepunkt war: Neben bekannten Vertretern wie "Monkey Island 2" und "Day of the Tentacle", brachte ausgerechnet Electronic Arts mit "The lost files of Sherlock Holmes" ein atmosphärisch sehr dichtes Adventure auf den Markt. Man untersuchte den Mord an einer Schauspielerin und wurde involviert in eine verdammt umfassende Geschichte aus Intrigen, Entführungen und überraschenden Wendungen im viktorianischen London.
Gespielt hab ichs als damals 11- oder 12jähriger mit nem Kumpel, gebattelt haben wir uns mit zwei Mädels aus der Straße - wir tauschten die Spiele nicht nur untereinander aus, es war bei den Adventures auch immer eine Art Wettrennen, wer denn früher weiterkommt. Und als wir alle bei Sherlock Holmes hingen, bestellten wir für viel Geld eine Komplettlösung beim Spieleversandhandel... Das waren Zeiten. Und das Spiel war verdammt genial!
Etwas weniger genial ist die aktuelle Variante auf XONE und PS4. Die London-Atmosphäre des ausgehenden 19. Jahrhunderts wird zwar auch hier gut eingefangen, doch die sechs Einzelfälle spielen sich irgendwie hölzern: Man wird von einem getriggerten Ereignis zum nächsten geleitet. Das Spiel nimmt einen leider viel zu sehr an die Hand. Richtig spannend wird es erst, wenn man am Ende eines Falles alle losen Enden zusammenknüpfen muss, um auf eigene Schlussfolgerungen zu kommen. Genau dann offenbart das Spiel sein Adventurepotenzial und genau hier merke ich, dass sich das zweiundzwanzig Jahre alte Sherlock-Holmes-Spiel fast nicht mit der Neuauflage vergleichen lässt.
"Crimes and Punishment" möchte gar kein echtes Adventure alter Schule sein. Es führt einen durch die Story und bildet seine Interaktivität mit Minispielen wie Schlösserknacken, Armdrücken und Chemikalienmischen und dem Drücken der richtigen Knöpfe im richtigen Moment, um die Dialoge weiterzuführen oder Ereignisse zu triggern. Dies mag dem Spieler des Jahres 2014 gut zur Hand gehen, mich, als Liebhaber des PC-Sherlock Holmes des Jahres 1992, langweilt es eher - fast jedenfalls, denn mir gefallen durchaus Atmosphäre und die Krimi-Geschichten (bin aktuell bei Fall Nummer 2). Ob das reicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Für dunkle Herbstabende ist's durchaus (ent)spannend.
Gespielt hab ichs als damals 11- oder 12jähriger mit nem Kumpel, gebattelt haben wir uns mit zwei Mädels aus der Straße - wir tauschten die Spiele nicht nur untereinander aus, es war bei den Adventures auch immer eine Art Wettrennen, wer denn früher weiterkommt. Und als wir alle bei Sherlock Holmes hingen, bestellten wir für viel Geld eine Komplettlösung beim Spieleversandhandel... Das waren Zeiten. Und das Spiel war verdammt genial!
Etwas weniger genial ist die aktuelle Variante auf XONE und PS4. Die London-Atmosphäre des ausgehenden 19. Jahrhunderts wird zwar auch hier gut eingefangen, doch die sechs Einzelfälle spielen sich irgendwie hölzern: Man wird von einem getriggerten Ereignis zum nächsten geleitet. Das Spiel nimmt einen leider viel zu sehr an die Hand. Richtig spannend wird es erst, wenn man am Ende eines Falles alle losen Enden zusammenknüpfen muss, um auf eigene Schlussfolgerungen zu kommen. Genau dann offenbart das Spiel sein Adventurepotenzial und genau hier merke ich, dass sich das zweiundzwanzig Jahre alte Sherlock-Holmes-Spiel fast nicht mit der Neuauflage vergleichen lässt.
"Crimes and Punishment" möchte gar kein echtes Adventure alter Schule sein. Es führt einen durch die Story und bildet seine Interaktivität mit Minispielen wie Schlösserknacken, Armdrücken und Chemikalienmischen und dem Drücken der richtigen Knöpfe im richtigen Moment, um die Dialoge weiterzuführen oder Ereignisse zu triggern. Dies mag dem Spieler des Jahres 2014 gut zur Hand gehen, mich, als Liebhaber des PC-Sherlock Holmes des Jahres 1992, langweilt es eher - fast jedenfalls, denn mir gefallen durchaus Atmosphäre und die Krimi-Geschichten (bin aktuell bei Fall Nummer 2). Ob das reicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Für dunkle Herbstabende ist's durchaus (ent)spannend.