Virtual Reality: "Alien: Isolation" auf der Oculus Rift
Wir konnten die auf Reddit gepostete Beschreibung inszwischen nachvollziehen und Alien: Isolation mit einer Oculus Rift DK 2 starten. Um die Rift-Ausgabe zu aktivieren, muss man die Datei "engine_settings.xml" im Verzeichnis "Data" des Spiels mit einen Editor aufrufen.
Gleich oben den ersten Eintrag ändert man wie folgt:
<Setting name="Stereo Mode">
<Quality name="Rift" int="1" precedence="2"/>
<Quality name="Off" int="0" precedence="1"/>
</Setting>
und speichert die Datei. Dann legt man eine neue Text-Datei an, beispielsweise mit dem Namen "BENCHMARK_TEMPLATE.TXT", die lediglich die Zeile
Stereo Mode=Rift
enthält und speichert sie ebenfalls mit Verzeichnis Data ab. Nun kann man das Spiel mit "AI.exe -engine_settings=benchmark_template.txt" im Rift-Modus starten. Alternativ kann man in Steam den Parameter "-engine_settings=benchmark_template.txt" übergeben.
Dazu drückt man mit der rechten Maustaste auf den Spiele-Namen, wählt "Eigenschaften" und "Startoptionen festlegen".
Bevor man das Spiel aufruft, muss man das Oculus Configuration Tool in den Pause-Modus versetzen (zu finden unter den Advanced Optionen). Zudem startet das Spiel auf dem primären Bildschirm. Damit auf der Oculus-Anzeige etwas zu sehen ist, muss man die Bildschirmkonfiguration eventuell mit der Tastenkombination Windows und P durchschalten, sodass nur noch die Rift als Display angesteuert wird.
Erster Eindruck unter der Rift
Im Spiel erweist sich die experimentelle Rift-Anpassung von Alien bereits als erstaunlich ausgereift. Zwischen-Sequenzen laufen auf einer virtuellen Leinwand ab, auf der man sich wie in einem Kino frei umsehen kann.
Das gleiche gilt für die Menüs und die Umgebungskarte. Im Spiel wurde die Rift DK2 bereits vollständig implementiert. Das Spiel erkennt, wenn man sich nach vorne und zur Seite beugt. Geht man durch das Raumschiff,
kann man sich all die vielen Details in Ruhe ansehen. Das langsame Tempo des Spiels erleichtert es dem Spieler, sich an die VR-Umgebung zu gewöhnen.
Die größten Probleme bereiten die kleinen Menüschriften, die wegen der groben Auflösung nur zu erraten sind. Ebenso ist die für Bildschirme gedachte Platzierung von Schriften in den Ecken für VR suboptimal. Texte auf den Terminals im Raumschiff sind erst gar nicht zu erkennen. Sobald man den Kopf etwas bewegt, blendet bei einer solchen Sitzing das Bild schwarz aus. In den kurzen gespripteten Sequenzen, in denen sich Amanda automatisch bewegt, kann man zudem teilweise durch die eigenen Körperpoligone sehen.
Wer das Spiel noch nicht kennt, findet sich deshalb unter der Rift nicht zurecht und kann weder Aufgabenstellungen noch Erklärungen zur Handlung entziffern.
Hat man das Spiel hingegen schon einmal am Monitor probiert, kann man die verschwommenen Texte zumindest erahnen. Die Raumstation mit der Rift zu erkunden, gehört zu den beeindruckendsten VR-Implementierungen, die ich bislang gesehen habe.
Für eine offiziell unterstützte VR-Unterstützung müssten die Entwickler jedoch zumindest die Menüs und alle Texte auf den Terminals anpassen.]