• Wie letztes Jahr von einigen gewünscht, hier eine Erinnerung zur Unterstützung.
  • Hallo zusammen, bitte prüft mal die im Forum hinterlegte Mail Adresse auf Aktualität. Es ist jetzt schon mehrfach passiert, dass Mails (z.B. für Benachrichtigung neuer PNs) nicht zugestellt werden konnten, weil die Konten nicht mehr existieren oder voll gelaufen sind. Danke!
  • Hallo Gast, falls du dich wunderst, wieso Bilder und Videos nicht mehr sofort angezeigt werden, schau mal hier.

Bemani, was wisst ihr ?

Gaara

Das Expansion-Pack
Erstmal nen guten Tag. Ich würde sehr gerne etwas bzw. viel oder alles über das Thema Bemani wissen. Bilder, Videos, Links, Berichte, Artikel, ist mir alles recht. Danke schonmal im voraus.
 

Gaara

Das Expansion-Pack
Danke, kenn ich aber schon. Bemanystyle ooch schon. Und zu DDR hab ich auch genug. Hat vielleicht jemand eine Liste mit Bemanispielen ?


Will übrigens halt eine Dokumentation drüber machen :)
 
Courtesy of AreaPSX/Written by Frank Leipner:

Die Welt der Musikspiele

Heiße Rhythmen, treibende Bässe, schnelle Gitarrenriffs und durchgeschwitzte T-Shirts – nein, dies ist keine Beschreibung eines Rockkonzertes, es sind die Markenzeichen von Musikspielen. Mittlerweile wird das von Konami populär gemachte Genre allumfassend als Bemani bezeichnet. Dieses Wort wurde von Konami aus ihrem ersten und sehr erfolgreichen DJ-Spiel Beatmania kreiert und dient nun als Oberbegriff für die hauseigenen Musikspiele. Auch wird das Kunstwort inzwischen bezeichnend für das ganze Genre verwendet.

Seit dem Erscheinen von Beatmania ist in Japan eine regelrechte Bemani-Hysterie ausgebrochen. Während die Japaner regelmäßig mit neuen Spielen und Re-Mixen versorgt werden, schaffen es die wenigsten Musikspiele in lokalisierter Form über die fernöstlichen Grenzen. Gründe hierfür liegen meist in der für westliche Geschmäcker weniger kompatiblen J-Pop-Musik, als auch in diversen Song-Lizenzen, für die die Spielehersteller nicht immer die Rechte für eine Veröffentlichung in Amerika und Europa erhalten.

Musikspiele lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen – die einen Spiele werden nur mit einem normalen Joypad gespielt, für die anderen werden eigens passende Spezialcontroller wie zum Beispiel Tanzmatten, Maracas und Gitarren entwickelt. Der Übersichtlichkeit wegen ist das Bemani-Special in drei Teile aufgeteilt: Teil 1 umfasst die Joypad-only-Spiele, Teil 2 gibt Einblick in die Welt der Musikspiele mit Zusatz-Peripherie und Teil 3 zeigt eine Übersicht über die kuriosen Eingabegeräte.

Dieses Special soll einen möglichst umfassenden Überblick über das beliebte Genre bieten, stellt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sollte jemand Informationen zu einem nicht erwähnten Spiel haben und der Meinung sein, dass es hier Erwähnung finden sollte, wären wir über eine kleine Email mit Links zu weiterführeden Fakten und Bildern sehr dankbar.

Legende zu den Bildunterschriften

Die Bildunterschriften geben Auskunft über die Systeme, auf denen die Spiele erschienen sind und in welchem Land eine Veröffentlichung stattfand. Dies soll aber nur eine ungefähre Orientierung darstellen, da es den Rahmen dieses Specials sprengen würde, jede einzelne Länderversion eines Spiels für jedes System zu nennen. Allein von Dance Dance Revolution gibt es derzeit auf sieben Systemen verteilt knapp 60 Spiele. Wer genauere Informationen darüber erhalten will, in welchem Land und für welches System ein bestimmtes Musikspiel erschienen ist, erhält detailliertere Infos bei den amerikanischen Kollegen von GameFAQs.

Hah, dachtet ihr wohl - die Bilder gab es nur auf der besten Seite ever ;)

Teil 1 - Das Joypad als Musikinstrument

Als einer der ersten Vertreter der Joypad-Musikspiele erschien 1996 PaRappa The Rappa für die PSone. Der wollmützentragende Hund PaRappa möchte seiner heimlichen Flamme als Rapper imponieren. Auf seinem Weg zur Perfektion trifft er dabei auf Figuren wie eine Zwiebel, einen Frosch und ein Hühnchen, die ihm Unterricht in der Kunst der rhythmischen Verbalakrobatik geben. Aufgabe des Spielers ist es, die Raps der Instruktoren möglichst perfekt durch Drücken von Tastenkombinationen nachzuahmen.

Musikalisch wartet PaRappa The Rapper mit verschiedenen Hip Hop-Stilen auf, grafisch ging Sony einen ungewöhnlichen Weg: die Protagonisten sind zweidimensionale Comicfiguren in einer dreidimensionalen Welt. Der Playstation2-Nachfolger ist vor Kurzem erschienen und führt das spaßige Spielprinzip fort, ein dritter Teil ist mittlerweile auch angekündigt worden.

Enix Bust A Groove-Reihe lässt sich am ehesten als Mischung aus Rhythmus-Spiel und Beat'em Up beschreiben. Im Wettkampf gegen einen anderen Tänzer muss der Spieler durch Tastenkombinationen seine Spielfigur Tanzbewegungen ausführen lassen und dabei den Gegner in Grund und Boden tanzen. Die Stilrichtungen der Musik sind bunt gemischt: Rap, House, Disco, Soul und Pop untermalen die Tanzakrobatik.

In Japan heißt das Spiel Bust A Move, die Namensänderung für die US- und PAL-Version wurde wegen des gleichnamigen Puzzlespiels vorgenommen. Das Spiel Bust A Groove: Dance Summit findet Ihr wegen des optionalen Klatsch-Controllers im Teil 2. Zu den Bust A Groove-Klonen gehört der nur in Japan erschienene PSone-Titel Love Para: Lovely Tokyo Para-Para Musume und die europäische Lizenzgurke Spice World mit den Spice Girls. Auch Konami veröffentlichte mit Dance! Dance! Dance! ein ähnliches Konzept.

Auch SEGA ließ sich nicht lumpen und präsentierte 1999 mit Space Channel 5 auf der Dreamcast und etwas später auch auf der Playstation2 ein Rhythmusspiel der schrägeren Sorte. Die Reporterin Ulala arbeitet für den kleinen TV-Sender Space Channel 5. Während einer Reportage auf einer Raumstation starten Außerirdische eine Invasion. Nun muss Ulala ran und die Menschheit retten und nebenbei noch die Einschaltquoten ihres Senders in die Höhe treiben.

Ausgestattet mit einer Laserpistole stolziert Ulala durch die Raumstation und begegnet alle paar Schritte einigen Aliens. Diese führen einen kleinen Tanz auf, den Ulala sogleich exakt nachahmen muss. Macht Ulala ihre Sache gut, werden die Aliens mit Schüssen aus der Laserpistole am Ende der Tanzsequenz eliminiert und der Sender mit einem Anstieg der Einschaltquoten belohnt. Macht sie zuviele Fehler, sinken die Einschaltquoten, was am Ende eines Levels dazu führen kann, dass die für ein Weiterkommen benötige Quote nicht erreicht wird.

Das auffälligste Merkmal von Space Channel 5 ist das schräge Design - Schlaghosen, freakige Frisuren und der groovige Soundtrack sorgen für ein futuristisches 70er Jahre-Flair. Für Dreamcast und Playstation2 ist nun der Nachfolger mit dem Zusatz Part 2 erschienen, der als kleinen Bonus bei der Playstation2-Version den für REZ entwickelten Trance Vibrator unterstützt. Auf dem GameBoy Advance wird Ulala demnächst auch ihre Hüften schwingen.

Ein außergewöhnliches Stück Software erschien 1999 für die PSone: Vib Ribbon. Der Spieler übernimmt die Kontrolle über den Hasen Vibri, der über eine einfache weiße Linie läuft. Im Takt zur Musik erscheinen auf der Linie verschiedene Hindernisse, die man durch Drücken der passenden Taste auf dem Joypad überwinden muss. Die Grafik des Spiels ist auf ein Minimum reduziert - sie besteht nur aus weißen Vektoren vor einem schwarzen Hintergrund.

Das Faszinierende an Vib Ribbon ist die Tatsache, dass man nach dem vollständigen Laden des Spiels die CD aus dem Laufwerk nehmen und eine beliebige Audio-CD einlegen kann. Je nach Rhythmus und Geschwindigkeit des gewählten Musikstücks erscheinen die Hindernisse in unterschiedlicher Reihenfolge. So ist jedes Spiel einzigartig und die Grenzen der Möglichkeiten setzt nur die eigene CD-Sammlung. Ein sehr ungewöhnliches Spiel, das damals zu einem ungewöhnlichen Preis erschien - nur knapp 30 DM, respektiv 15 Euro wollte Sony dafür haben. Dem amerikanischen Markt blieb dieses Spiel vorenthalten, nur Europa wurde mit einer Lokalisierung beglückt.

Bei Frequency fliegt der Spieler durch eine achtseitige Röhre, deren Innenwände als Tonspuren verwendet werden. Auf diesen Tonspuren erscheinen Symbole, die es mit den passenden Tasten wegzudrücken gilt. Schafft man eine Tonspur fehlerfrei, verschwindet diese Spur und spielt für eine kurze Zeit ihren Part alleine weiter. Ein Druck auf das Steuerkreuz dreht die Röhre - auf diese Art und Weise wechselt man zur nächsten Tonspur. Je länger und besser man spielt, umso vollständiger wird das Lied.

Beeindruckend ist die breitgefächerte Auswahl an Musikrichtungen: Industrial Metal, Pop, Rock, Hip Hop, Trance und House bieten für jeden Musikgeschmack das passende Lied. Dabei wurden fast ausschließlich Songs von erfolgreichen Musikern wie No Doubt, DJ QBert und Fear Factory für Frequency verwendet. Der Nachfolger ist bereits in der Mache und soll im ersten Quartal 2003 erscheinen. Als besonderes Feature wird Amplitude, so der Name des zweiten Teils, einen Online-Modus enthalten, der es bis zu vier Spielern ermöglicht, gleichzeitig ein Lied zu spielen. Interessant ist die Tatsache, dass dieses Spiel von Sony in Amerika entwickelt wurde und bisher nicht in Japan erschienen ist.

UGA, die Entwickler von Space Channel 5, brachten 2001 für Dreamcast und Playstation2 das Musik-Shoot'em Up REZ auf den Markt. Als Hacker fliegt der Spieler auf festen Pfaden durch den Cyberspace, mit dem Auftrag, die KI Eden zu deaktivieren. Auf den Weg dorthin stellen sich dem Spieler allerlei Abwehrprogramme und beeindruckende Endgegner in den Weg, die durch ein Fadenkreuz markiert und abgeschossen werden müssen. Die Symbiose aus Trance-Musik und Wireframe-Grafik, die sich dynamisch an die Musik anpasst, lässt dem Spieler in einer passenden Umgebung - großes Bild und leistungsstarke Soundanlage - ein besonders intensives Spielerlebnis erfahren.

Das außergewöhnliche Spiel hat sogar von der Agency for Cultural Affairs Media Art Festival einen speziellen Award für die Darstellung moderner Kunst in einem Videospiel und vor Kurzem den Sound Design Award im Digital Content Grand Prix 2002 erhalten. In Japan ist für die Playstation2-Version eine Zusatzhardware namens Trance Vibrator erschienen, der allerdings kein Eingabegerät darstellt, sondern als externes Rumble Pack das Spielgefühl intensiviert. Einen ausführlichen Testbericht zu REZ und dem Trance Vibrator findet Ihr hier.

Den Griff in die Saiten wagte Koei mit Gitaroo Man. Der Schüler U-1 erfährt eines Tages von seinem sprechenden Hund Puma, dass er DER Gitaroo Man ist und dazu auserwählt wurde, seinen Heimatplaneten zu retten. Um dies zu verhindern, schickt ihm der Bösewicht seine Spießgesellen entgegen, die U-1 im musikalischen Duell besiegen muss. Auf einer Taktlinie spielt der Spieler kurze und lange Riffs durch Drehen des Analogsticks und Drücken einer Taste möglichst fehlerfrei nach und leert so die Energieleiste der skurrilen Gegner. Obwohl alle Musikstücke im Zeichen der Gitarre stehen, wird Abwechslung groß geschrieben - von J-Pop und Heavy Metal über Rock'n'Roll bis hin zu Reagge wird dem Spieler eine breite Palette unterschiedlicher Stilrichtungen geboten. Nähere Infos zu Gitaroo Man findet Ihr im Testbericht.

Eines der wenigen Musikspiele, dass sich der klassischen Musik widmet, ist Mad Maestro. Als Dirigent Takt muss der Spieler ein altes Opernhaus vor der Abrissbirne retten. Viel Fingerspitzengefühl verlangt die Steuerung, denn das Hauptelement sind die drucksensitiven Analogtasten des Dual Shock2-Controllers. Das Spiel registriert drei verschiedene Stärken des Tastendrucks und setzt sie in entsprechende Aktionen um. Über 30 Musikstücke wurden für den verrückten Dirigenten ins Spiel aufgenommen. Im Laufe des Spiels lauscht man den Melodien von Mozart, Beethoven, Brahms und Tschaikowsky. Auch von Mad Maestro wird demnächst ein Nachfolger erscheinen, die AreaPSX-Review einschließlich der kompletten Lieder-Liste zum ersten Teil gibt es hier.

Unison von Tecmo erinnert vom grafischen Design her entfernt an Space Channel 5: sehr bunt und sehr schräg. Als Hintergrundgeschichte muss wieder einmal der Kampf von Gut und Böse herhalten. Nachdem der fiese Imperator Ducker das Tanzen verboten hat, gründet Dr. Dance die dreiköpfige Tanzgruppe Unison. Als ein Mitglied der Tanzcombo schwingt der Spieler das Tanzbein durch zwölf Level, um dem finsteren Treiben ein Ende zu setzen. Unison wird nur mit den Analogsticks gespielt, es werden keine anderen Tasten während des Spielens benötigt. Durch Bewegen und Drehen der Sticks lässt man den Tänzer zu vorgegebenen Tanzschritten über den Bildschirm zucken.

Musikalisch und spielerisch unterscheiden sich die Japan- und die US-Version. Für Amerika wurden für westliche Geschmäcker passendere Lieder wie Apollo 440s Stop the Rock, Sister Sledges We Are Family, Barbie Girl von Aqua, and That’s the Way I Like It von K.C. and the Sunshine Band implementiert und der Schwierigkeitsgrad ein gutes Stück gesenkt.

Der MTV Music Generator von Codemasters ist weniger ein Spiel, sondern geht mehr in die Richtung eines professionellen Musikprogramms. Auf mehreren Spuren lassen sich aus einer umfangreichen Sound-Bibliothek die verschiedensten Soundeffekte und Musikinstrumente anordnen und so eigenständige Lieder erschaffen. Für zünftige Multiplayer-Sessions wurde ein Jam-Modus eingebaut, der es bis zu vier Spielern gleichzeitig erlaubt, relativ schnell und einfach einen Song zusammen zu basteln.

Neben dem für die PSone erschienenen MTV Music Generator gibt es für die Playstation2 einen verbesserten Nachfolger. In die selbe Sparte fällt Music, das ebenfalls von Codemasters für die PSone entwickelt wurde, aber nie außerhalb Europas erschienen ist. Ein ähnlicher Vertreter dieses Genres mit einem ungewöhnlichen Ansatz ist Fluid. Als Delphin schwimmt man durch verschiedene Unterwasserlandschaften und sammelt Soundsamples auf, die der Spieler dann in der Remix-Zone beliebig zusammenbasteln darf. Die Soundbibliothek besteht hauptsächlich aus Trance, Abmient und House. Auch Fluid blieb ein Europa-only Titel.

Space Venus starring Morning Musume für die Playstation2 gestaltet sich als eine interaktive DVD um die zehnköpfige J-Pop-Gruppe. Das "Spiel" besteht größtenteils aus einer Ansammlung von Videoclips, Musikvideos und Mini-Spielchen. Der Spieler darf Schnappschüsse seiner Pop-Idole machen und mit einer Zoomfunktion der Kompressionsrate der Videos zu Leibe rücken. Selbst für hartgesottene Fans von Morning Musume dürfte sich allerdings die Frage stellen, ob man das Geld nicht doch lieber in ein paar CDs des J-Pop-Rudels investiert.

Das Multiplayer-Spektakel Bishi Bashi Special für die PSone besitzt neben normalen Geschicklichkeitsspielchen auch ein paar Bemani-Minispiele, die in ihrem Gameplay PaRappa The Rappa ähneln. Nur der erste Teil hat es nach Europa geschafft, alle Nachfolger sind nur in Japan erhältlich und Amerika ging sogar komplett leer aus. In Japan gibt es auch zwei Arcade-Versionen namens Great Bishi Bashi Champ und Hyper Bishi Bashi Champ.
 
Teil 2 - Von Maracas, Gitarren und anderen Folterinstrumenten

Ein erster Vorläufer der Tanzmatte erblickte bereits 1989 das Licht der Welt – Nintendo brachte das Spiel Dance Aerobics und eine von Bandai entwickelte Trainingsmatte mit 12 Feldern für das Nintendo Entertainment System (NES) auf den Markt, weil Nintendo der Vorwurf gemacht wurde, dass so viele Kinder keine Bewegung mehr hätten und noch faul vor der Flimmerkiste sitzen würden. Aufgabe des Spielers ist es, den Instruktionen des Aerobic-Lehrers zu folgen und seine Übungsschritte auf der Matte zu wiederholen. Insgesamt acht immer umfangreicher werdende Übungen gilt es, möglichst fehlerfrei zu absolvieren. Unter dem Namen Family Trainer erschienen insgesamt zehn solcher Aerobic-Spiele.

Mit Beatmania begann der Siegeszug der Musikspiele. Japanische Hobby-DJs durften 1998 in der Spielhalle ihr Rhythmusgefühl unter Beweis stellen. Von Oben nach Unten laufen kleine Symbole auf mehreren Linien bis hin zu einer Grenze am unteren Bildschirmrand. Der Spieler muss exakt dann die passende Taste drücken, wenn das Symbol diese Grenze erreicht. Das Eingabegerät besteht aus fünf Klaviertasten und einem Scratch-Teller. Die spielbaren Songs wurden aus verschiedenen Stilen wie Hip Hop, Techno und Pop zusammengestellt.

Das gleiche Spielprinzip, nur mit anderen Eingabegeräten, bieten die ebenfalls von Konami entwickelten Spiele Guitar Freaks, Drummania, GitaDora! und KeyboardMania sowie die von anderen Herstellern programmierten Spiele Beat Player 2000 (Arcade), MTV Drum Jammer (Arcade) und Ez2DJ (Arcade). Diese Klone bieten ein ähnliches Gameplay wie Beatmania. Für Guitar Freaks gibts den Gitarren-Controller, Drummania wartet mit einem ganzen Drumset auf und KeyboardMania setzt den Spieler vor ein Keyboard mit 24 Tasten. GitaDora! ist eine Kombination aus Guitar Freaks und Drummania und ermöglicht es zwei Spielern, mit Gitarre und Drumset gleichzeitig ein Lied zu spielen. Dieses Feature besitzen auch die Arcade-Versionen von Guitar Freaks und Drummania. Im Laufe der Jahre sind mittlerweile für die genannten Konami-Titel unzählige Mixes auf einer Vielzahl von Systemen erschienen.

Ein weiteres Spiel aus der Bemani-Reihe von Konami ist Mambo A Go Go, bei dem der Spieler im Takt zu Latin Pop auf drei Trommeln rumhämmert. Jede der Trommeln hat drei Felder, die es im richtigen Augenblick zu betätigen gilt. Auch hier fallen die Noten von Oben nach Unten. Insgesamt 16 Lieder stehen zur Auswahl, neben bekannteren Liedern wie La Bamba gibt es auch einen Song mit dem kuriosen Namen Krankheit. Das Spiel ist 2002 in Japan als Arcade-Version erschienen, von einer geplanten Konsolenumsetzung ist bisher noch nichts bekannt.

Das Arcade-Spiel Dance Maniax/Dance Freaks benutzt Infrarot-Sensoren, um die Bewegungen des Spielers zu registrieren. Insgesamt acht Sensoren müssen im Takt zur Musik mit Armen und Beinen bestätigt werden, wenn die Noten am oberen Bildschirmrand angelangt sind. Dance Maniax wurde in erster Linie für Raver entwickelt und enthält somit hauptsächlich Rave- und House-Tracks mit Geschwindigkeiten von 120 bis 200 Beats pro Minute. Einige dieser Lieder wurden auch in andere Bemani-Spiele wie Dance Dance Revolution übernommen. Auf die selbe Art und Weise wird das Arcade-Spiel Ez2Dancer von Amuse World gespielt.

Para Para Paradise ist dem in Japan populären Para Para-Tanz nachempfunden, bei der eine Horde Tanzwütiger ein paar Instruktoren nachtanzt. Wie bei Dance Dance Revolution bewegen sich Pfeile von Unten nach Oben. Anstatt einer Tanzmatte benutzt man dazu fünf Sensoren, die im Halbkreis vor dem Spieler angeordnet sind. Diese senden ein Infrarot-Signal nach oben und registrieren das Durchbrechen des Signals. Es bleibt dabei dem Spieler überlassen, ob er einfach wie auf Extacy wild mit den Armen rumfuchtelt oder eine eigene Choreographie entwickelt und dabei Arme, Beine und den Hintern durch die Infrarot-Signale schwenkt. Die Liederauswahl besteht auch bei Para Para Paradise hauptsächlich aus J-Pop-Musik.

Die Pop'n Music-Reihe gibt es seit 1999 und ist mittlerweile auf sechs Systemen erschienen. Auch hier wurde das altbewährte System mit den nach Unten fallenden Noten verwendet. Anstatt mit einem technisch aufwendigen Spezialcontroller wird Pop'n Music mit neun versetzt angeordneten Buttons gespielt. Musikalisch wird ein breite Palette von Pop-, Reagge-, Techno-, Disco- und Rap-Musik geboten. Bis dato wurden auf sechs Systemen insgesamt elf Spiele veröffentlicht.

Das wohl erfolgreichste Konzept unter den Musikspielen kam mit Dance Dance Revolution beziehungsweise Dancing Stage auf den Markt. Zu einer großen Auswahl an J-Pop-, Dancefloor- und Techno-Liedern hüpft der Spieler im Takt zur Musik auf einer Tanzmatte herum. Die Tanzfläche besteht dabei aus vier Pfeilfeldern, auf die man treten muss, sobald die nach Oben scrollenden Pfeile am oberen Bildschirmrand angelangt sind. Verschiedene Pfeilkombinationen erfordern ein Erlernen bestimmter Tanzmuster, Profis erfinden sogar eigene Choreographien und sorgen damit bei diversen DDR-Contests für tosenden Applaus. Auf www.ddrfreak.com gibt es einige Videos von diesen Wettbewerben zum Runterladen.

Der große Erfolg von Dance Dance Revolution zog natürlich einige Nachfolger nach sich und auch andere Hersteller wollten ein Stück vom Kuchen haben. Deswegen ging Konami auch gegen den koreanischen Hersteller Andamiro vor Gericht, weil dieser ein ähnliches Arcade-Spiel namens Pump It Up veröffentlichte. Diesen Rechtsstreit verlor Konami, wie hier nachzulesen ist. Seit dem Urteil sind mittlerweile einige Klone wie Let's Dance (Arcade) , Digital Dance Station (PC) und Techno Motion (Arcade) erschienen. Das koreanische Techno Motion lässt dem Spieler dabei sogar die Wahl, ob er nur mit vier Feldern spielen will oder auch die diagonalen Pfeile nutzen möchte - so muss man dann auf bis zu acht Felder herumhüpfen. In Europa wird die Dance Dance Revolution-Serie unter dem Namen Dancing Stage vertrieben, diverse Lizenzprobleme zwangen Konami dazu, einige auch in Europa bekannte Lieder durch andere zu ersetzen. So sucht man die Top Ten Hits von Captain Jack und E-Rotic leider vergebens bei den PAL-Versionen.

Von Namco kommt Taiko No Tatsujin (DrumMaster). Mit zwei Drumsticks muss der Spieler eine Trommel mit vier Trefferzonen malträtieren, wenn die von Rechts nach Links laufenden Taktsymbole am Bildschirmrand angekommen sind. Von der Songauswahl her geht es auch hier wieder Japanisch zu, aber auch ein paar Musikstücke aus bekannten Namco-Spielen wie Klonoa gibt es zu hören. Die Arcade-Version erschien 2001, die PSone-Umsetzung folgte ein Jahr später, wie so oft aber nur für den asiatischen Raum.

SEGAs Kultspiel Samba de Amigo begeistert seit dem Jahr 2000 Spieler auf er ganzen Welt. Mit zwei Rasseln in den Händen schüttelt sich der Spieler im Rhythmus zu Latino-Klängen die Seele aus dem Leib. Sensoren erkennen dabei die Höhenlage der Maracas und setzen sie auf den Bildschirm um. Dort werden sechs Kreise dargestellt, die den Haltepositionen der Maracas entsprechen: jeweils für die linke und die rechte Hand gibt es die obere, mittlere und die untere Position. Zu den Kreisen hin bewegen sich kleine blaue Kugeln, die man dann durch Schütteln der Maracas in der entsprechenden Höhe wegrasseln muss. Musikalisch besteht der Lieder-Fundus hauptsächlich aus bekannten Liedern wie La Bamba, Cup Of Life, Macarena und Take On Me. Die Hintergrundgrafik ist sehr bunt und comichaft gehalten und spiegelt das Können des Spielers wieder. Je besser man spielt, umso abgedrehter und wilder werden die Hintergrundanimationen. Neben der Arcade-Version gibt es auch zwei Dreamcast-Spiele, von denen der erste Teil auch in Deutschland als Bundle mit den Rasseln veröffentlich wurde.

Der inoffizielle Samba de Amigo-Nachfolger heißt Shakka To Tambourine. Das Spielprinzip ist das Gleiche, aber anstatt mit zwei Maracas rumzufuchteln, spielt man mit einem Tambourine. Die PSone-Umsetzung namens MiniMoni: Shaker and Tambourine! Dapyon! unterscheidet sich von der Arcade-Version dahingehend, dass hauptsächlich Lieder der japanischen Girl Group Mini Moni verwendet wurden. Die Lieder der Arcade-Version bestehen aus einer breitgefächerten J-Pop-Sammlung.

Von Jaleco stammt die Stepping Stage-Reihe für die Spielhalle. Für die Playstation2 wurde am Jahr 2000 eine Umsetzung namens Stepping Selection veröffentlicht. Das Spielprinzip ist eine Variation von Dance Dance Revolution. Für den linken und den rechten Fuß gibt es drei farblich unterschiedliche Fußspuren beziehungsweise Tasten. Auf zwei Linien bewegen sich die dazu passenden Symbole von Unten nach Oben, die der Spieler zum richtigen Zeitpunkt auf der eigens für Stepping Selection entwickelte Tanzmatte betätigen muss. Für die musikalische Untermalung sorgen Hits aus den 70ern, 80ern und 90ern - Footloose, Scatman, Dschinghis Khan und Baby One More Time sind nur eine kleine Auswahl aus dem 26 Songs umfassenden Sammelsorium. Da es zu jedem Lied das passende Video gibt, ist das Spiel auf zwei CDs aufgeteilt.

Klassik, die Zweite. Maestromusic von Konami erschien im Jahr 2000 in Japan für die PSone. Im Gegensatz zu Mad Maestro kann das Spiel auch mit einem speziellen Taktstock-Controller gespielt werden. Während im Hintergrund ein Video mit einem spielenden Orchester läuft, bewegen sich am unteren Bildschirmrand Blasen von unterschiedlicher Größe von Rechts nach Links. Wenn eine Blase in der Mitte des Bildschirms angekommen ist, muss der Spieler den Dirigentenstab schwingen. Je größer die Blase, um so stärker muss der Schwung sein. Neben einer Christmas-Edition wurde 2001 auch der Nachfolger für die Playstation2 veröffentlicht.

Ende 2002 kam das Rhythmus-Spiel Tam Tam Paradise in Japan auf den Markt. Der Spieler übernimmt die Rolle eines Engels, der die Gabe der Musik auf die Erde bringen muss. Auf zwei Linien scrollen Noten in Form von Engelsflügel von Unten nach Oben, der Spieler muss zum richtigen Zeitpunkt auf die passende Trommel schlagen. Das Spiel besitzt nur eine magere Liederauswahl von acht Songs, die passend zum Level mit karibischen Melodien oder Dschungel-Klängen aufwarten. Tam Tam Paradise ist nur in Verbindung mit dem Trommel-Controller erhältlich.

Der Playstation2-Ableger der Bust A Groove-Spiele trägt den Beinamen Dance Summit. Sowohl die Vorgänger als auch Dance Summit werden mit den Standard-Controller gespielt. Für Dance Summit wurde aber auch ein spezieller Controller entwickelt, der aus einem kleinen Joypad und zwei Weichplastik-Pads besteht. Diese werden an das kleine Pad angeschlossen und vom Spieler über die Hand gestülpt. Nun kann der Spieler durch Klatschen das Spiel steuern. Das spaßige Gameplay mit den Tanz-Wettkämpfen wurde beibehalten.

Jalecos Rock'n Megastage für die Playstation2 versetzt den Spieler in die Lage, gleich eine ganz Band zu spielen. Die Band besteht aus vier Musikern - Gitarrist, Bassist, Keyboarder sowie Drummer und pro Song hat man die Möglichkeit, bis zu drei Musiker kontrollieren zu können. Ein Indikator-Symbol bewegt sich auf dem Bildschirm von Instrumenten-Symbol zu Instrumenten-Symbol, der Spieler muss zum richtigen Zeitpunkt die passende Taste auf dem Joypad drücken. Macht man zuviele Fehler, sinkt die anfangs volle Anzeige. Nachgefüllt wird nicht, ist die Anzeige leer, heißt es Game Over. Für die Musik sorgen satte 34 J-Pop- und J-Rock-Lieder. Rock'n Megastage wird zusammen mit einem kleinen Fußpedal geliefert, dass man zusätzlich zum Joypad verwenden kann, um damit die Drums zu bedienen.

Japan, das Land der Karaoke-Süchtigen. Während in unseren Breitengraden der Playback-Gesang höchstens als Disko-Gag Beachtung findet, hat sich in Land der aufgehenden Sonne eine regelrechte Karaoke-Kultur entwickelt. Der feierabendliche Gang zur Karaoke-Bar ist genauso selbstverständlich wie das Duett mit dem Geschäftspartner nach einem erfolgreichen Vertragsabschluss. Kein Wunder also, dass es auch ein Karaoke-Spiel gibt. Dream Audition für die Playstation2 wird zusammen mit einem Mikrofon geliefert und ermöglicht dem Spieler, seine Nachbarn mit seinen Gesangeskünsten zu beglücken...oder zu terrorisieren. Da das Spiel nur in Japan erschienen ist, besteht das Liederrepertoire nur aus japanischen Liedern. Die Software hat allerdings keine Spracherkennung, es wird stattdessen rein die Tonlage überprüft. Man kann das Spiel also auch ohne Crash-Kurs in Japanisch durch Summen spielen.

Das Lizenzspiel Britney's Dance Beat setzt den Spieler in die Rolle eines Background-Tänzers, der sich um einen Job bei dem Pop-Sternchen beworben hat. In einem Auswahlverfahren tanzt man gegen eine Handvoll anderer Tänzer. Das Gameplay ist dem von PaRappa The Rappa nachempfunden, wartet aber mit einem eigenständigen Design auf. Auf einer Art Wählscheibe dreht sich ein Zeiger im Uhrzeigersinn mit einer kostanten Geschwindigkeit. Auf dieser Scheibe erscheinen die Symbole der vier Hauptbuttons des Playstation2-Pads, die man dann im richtigen Zeitpunkt drücken muss. Das Spiel unterstützt auch eine Tanzmatte, die in Deutschland auch zusammen mit dem Spiel verkauft wird. Leider ist das Spiel nicht allzu umfangreich, nur fünf Hits aus Britneys Song-Repertoire wurden verwendet.

Eine kleine Randnotiz verdient das Rollenspiel Ephemeral Fantasia von Konami. Als stummer Barde muss der Spieler ein Inselvolk retten, das von einem finsteren Zauberer dazu verflucht wurde, ein und dieselben fünf Tage auf ewig immer wieder zu durchleben. Das eher durchschnittliche Zeitreise-RPG wartet mit einem Guitar Freaks-Mini-Spielchen auf, das man sogar mit dem Gitarren-Controller spielen kann. Erschienen ist das Spiel im Jahr 2000 in Japan und USA, in Europa kam es 2001 auf den Markt.
 
Teil 3 – Kurioses aus Fernost

Die Tanzmatte ist wohl der bekannteste und technisch einfachste Spezial-Controller für Musikspiele. Das Tastenfeld besteht aus vier Richtungspfeilen und den vier Haupttasten des Playstation-Controllers sowie der Select- und Start-Taste.

Die Funktionsweise ist relativ simpel: die Matte besteht aus zwei Folien, die durch eine gelöcherte Schaumstoff-Matte getrennt sind. Auf den zwei Folien sind die Kontaktflächen mit einem elektrisch leitfähigen Lack aufgebracht, die dann beim Drauftreten durch die Löcher in der Schaumstoffmatte aufeinander gepresst werden und so einen Kontakt entstehen lassen.

Preislich liegen die Tanzmatten je nach Qualität und Hersteller zwischen 10 € und 30 €. Inzwischen gibt es aber auch Tanzmatten aus Hartplastik und Metall, welche sich durch eine hohe Langlebigkeit und besseres Spielgefühl auszeichnen, allerdings bis jetzt nur dem ausländischen Markt vorbehalten sind. Abgesehen vom meist hohen Preis von 100 € aufwärts, stellen ebenso teure Portokosten auf Grund des hohen Gewichts enorme Ansprüche an die Dicke des Geldbeutels, wenn man sich diese Edel-Matten importieren möchte. Wer sich dafür interessiert, findet Infos zu den Matten bei www.redoctane.com.

Wer ein Körpergefühl wie ein Stein hat oder zu faul für das Gehopse auf der Matte ist, für den hat Konami den Dance Dance Revolution-Handcontroller parat. Das circa 40 € teure Joypad besitzt das Button-Layout von zwei Tanzmatten und ermöglicht so ein bequemes und schweißloses Tanzvergnügen vom heimischen Sofa aus.

Ähnlich wie der Handcontroller funktioniert der DDR Mini Controller eines Fremdherstellers, der nur günstige 8-10 € kostet. Das flache Peripheriegerät besitzt sogar alle L- und R-Tasten und ist somit für alle PSone- und Playstation2-Spiele geeignet. Ob man aber wirklich vernünftig spielen kann, ist fraglich, als netter Gag taugt der Winzlig alle mal, sofern man ihn irgendwo noch ergattern kann.

Ähnlich wie der Handcontroller funktioniert der DDR Mini Controller eines Fremdherstellers, der nur günstige 8-10 € kostet. Das flache Peripheriegerät besitzt sogar alle L- und R-Tasten und ist somit für alle PSone- und Playstation2-Spiele geeignet. Ob man aber wirklich vernünftig spielen kann, ist fraglich, als netter Gag taugt der Winzlig alle mal, sofern man ihn irgendwo noch ergattern kann.

Samba de Amigo wird mit zwei Maracas gespielt. Die rasselnden Keulen werden mit der grauen Bodenleiste verkabelt und teilen ihre Höhenlage über die Sensoren (siehe Bild: die dunkelgrauen Felder am Ende der Leiste) und Reflektoren am oberen Ende der Kabeln der Software mit. Ein in die Rasseln eingebauter Bewegungssensor erkennt das Schütteln der Maracas.

In Japan und USA wurden die Rasseln für die Dreamcast auch getrennt vom Spiel verkauft, in Deutschland gibt es sie nur im Bundle mit Samba de Amigo. Es gibt auch hier diverse Rasseln von Fremdherstellern, die zwar meist günstiger in der Anschaffung sind, aber teilweise nicht ganz so genau reagieren.

Für Stubenrocker ist der Guitar Freaks-Controller gedacht. Die Plastik-Gitarre misst 60 cm in der Länge, 25 cm in der Breite und 3,5 cm in der Höhe. Am Ende des Halses befinden sich drei Tasten, am Körper ein Wippschalter sowie Start und Select. Im Gitarren-Körper ist noch ein Sensor für den Wailing-Effekt eingebaut, der die Lage der Gitarre registriert. Ein Plastikgurt zum Umhängen gehört ebenfalls zum Lieferumfang. Neben der mittlerweile sehr schwer zu bekommenden Original-Konami-Gitarre gibt es auch hier von Drittherstellern Gitarren-Controller, die teilweise sogar mit Rumble-Effekt ausgestattet sind.

Die Heimversion von Beatmania kommt mit dem passenden DJ-Controller, der ein Hybride aus Keyboard und Turntable ist. Auf der linken Seite befindet sich ein kleines Keyboard mit drei weißen und zwei schwarzen Klaviertasten, auf der rechten Seite ein Plattenteller, mit dem gescratcht wird.

Die europäische Beatmania-Variante wurde nur im Bundle ausgeliefert, in Japan gibt es inzwischen auch optisch und technisch verbesserte Controller. Das europäische Bundle bekommt man mittlerweile relativ günstig, je nach Zustand schon ab 10 €.

Das Drum-Set für Konamis Drummania gehört wohl zu den größten Bemani-Controllern. Auf den Standbeinen erreicht er eine Höhe von circa einem Meter. Neben den fünf Schlagfeldern gibt es noch ein Fußpedal für die Basedrum. Die passenden Sticks werden ebenfalls mitgeliefert. Auch hier gibt es wieder diverse Third Party-Nachbauten, preislich bewegt sich der Spaß für den einzelnen Controller, je nach Hersteller, zwischen 50 und 100 €.

Para Para Paradise wird mit speziellen Sensoren gespielt. Die fünf Sensoren werden im Halbkreis vor dem Spieler aufgebaut, per USB mit der Playstation2 verbunden und registrieren, wenn man den senkrecht nach Oben gerichteten Infrarot-Strahl mit einem beliebigen Körperteil durchbricht. Jeder Sensor besitzt drei Infrarot-Sensoren und ein Einstellrad für die Sensibilität. Neben einem Bundle gibt es den Controller auch separat zu kaufen, circa 90 € sollte man dafür einplanen.

Der Trance Vibrator für REZ ist eigentlich kein Eingabegerät, sondern ein externes Rumble Pack. Angeschlossen an den USB-Port der Playstation2 erzeugt der Trance Vibrator starke Vibrationen im Takt zum Spielgeschehen. Erschienen ist das kleine schwarze Gerät leider nur in Japan, es funktioniert aber auch mit der PAL-Version von REZ.

Der Trance Vibrator ist sowohl im Bundle mit REZ als auch separat erhältlich. Der Kostenpunkt nur für das Gerät liegt bei circa 35 €. Zum Lieferumfang gehört noch eine kleine Samttasche, falls man das Gerät direkt auf die Haut legen möchte.

Das Tambourine für Shakka To Tambourine basiert auf der Technik der Samba De Amigo-Rasseln. Das Tambourine registriert wie die Maracas das Schütteln sowie die Position und besitzt auf beiden Seiten einen gelben Button, den man von Zeit zu Zeit drücken muss. Es gibt von Shakka To Tambourine ein Bundle für circa 75 € und den separaten Controller für circa 35 €.

Der Controller für Keyboardmania sieht wie ein gewöhnliches Keyboard aus und besitzt 14 weiße und 10 schwarze Tasten. Zusätzlich gibt es noch ein kleines Rad, mit dem man verschiedene Soundeffekte einstellen kann. Wie so oft, wurde auch Keyboardmania mit und ohne Controller ausgeliefert und auch Dritthersteller haben eigene Keyboards entwickelt. Kostenpunkt für das Peripheriegerät liegt bei circa 90 €.

Der Pop'n Music-Controller sieht aus wie ein Joyboard und besteht aus neun verschiedenfarbigen Tasten sowie Start und Select. Das weder vom Design noch von der Bedienung her allzu ungewöhnliche Gerät kostet in Japan circa 70 €.

Die Trommel für Taiko No Tasujin kommt zusammen mit zwei Drumsticks. Auf der Oberseite befinden insgesammt vier Schlagflächen: das Mittelfeld ist in zwei Hälften geteilt und der Rand besteht ebenfalls aus zwei getrennten Hälften. Der Bundle-Preis liegt bei knapp 55 €.

Das Karaoke-Spiel Dream Audition wird zusammen mit einem Mikrophon und einer Mic Converter Box ausgeliefert. Das Microphon wird über einen Standard-Klinkenstecker an die Converter Box angestöpselt und diese wiederum per USB an die Playstation2. Der Spaß kostet circa 105 €.

Ein weiteres Kuriosum aus dem fernen Osten ist der Dirigentenstab für Maestromusic. Der Taktstock registriert nicht nur die Bewegung, sondern auch die Stärke, mit der man ihn im Takt zur Musik bewegt.

Zusammen mit dem Spiel Tam Tam Paradise werden zwei Trommeln geliefert, die jeweils eine runde und eine flügelähnliche Trommelfläche aufweisen. Die Trommeln werden entweder auf einen Tisch gelegt oder können mit einem Band an den Beinen befestigt werden, so dass man dann im Sitzen auf seinen Oberschenkeln rumtrommelt. Preislich liegt das Bundle bei circa 80 €.

Last but not Least in der Kategorie der Spezial-Controller, die Pads für Bust A Groove: Dance Summit. An einem kleinen Controller werden zwei Weichplastik-Pads angeschlossen, welche sich der Spieler über die Hände stülpt. Die Kontaktflächen liegen in den Handflächen und auf den Handrücken. Durch Klatschen, egal ob mit den Händen, auf den Oberschenkeln oder Ohrfeigen von zufällig in der Nähe stehenden Personen, spielt man mit dem Controller. Dieses Eingabegerät schlägt mit circa 40 € zu Buche.

Das Gimmick für Unterwegs: für die Bemani-Süchtigen hat Konami ihre erfolgreichen Spiele auch als LCD-Version im Hosentaschenformat herausgebracht. Egal ob Beatmania, Guitar Freaks oder Dance Dance Revolution, so ziemlich jedes Bemani-Spiel von Konami wurde seit 1998 mit einer Pocket-Ausgabe bedacht. Der Preis für die Winzlinge beginnt bei circa 25 €.

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Layout lässt sich leider nicht rüberretten, so dass das Lesen etwas schwer fällt, aber sollte dennoch einige Infos für dich beinhalten.
 
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