Mir erschließt sich auch noch nicht so ganz, warum man aus rein rationalen Gründen, wenn man denn sich für EINE von beiden Konsolen entscheiden müsse, die XBOne wählt. Ich verstehe, wenn die Leute WIRKLICH an den Exklusivtiteln hängen und dann ist der Kauf auch gerechtfertigt, aber alles andere ist unter den aktuellen Gesichtspunkten und den Dingen, die passiert sind, einfach nur vollkommen hirnrissig und Fanboyism par excellence. Ja. Die Diskussionen gibt es seit jeher, aber ich behaupte, das ist die erste Konsole, bei der man wirklich - auch als Fanboy - genug Argumente bekommen hat, nicht bei dieser Konsole zu bleiben, sondern zur Konkurrenz zu wechseln. Wenn es wirklich Fanboyism ist, dann würde ich euch vorschlagen, mal mit der Selbstgeißelung aufzuhören, denn sowohl Sony als auch Microsoft kümmert es wenig, was euer Wohl ist. Die sind einzig und alleine an eurer Kohle interessiert. Sollten es die Exklusivtitel sein, dann Hut ab, dass man wegen diesen an der XBOne festhält. Nur nochmal. Ich sage nicht, dass die XBOne eine schlechte Konsole ist. Ich sage nur, dass man diesmal als Gamer wirklich den direkten Vergleich hat - sei es durch die gemeinsame Architektur, des zeitgleichen Marketings und des direkten Preisvergleichs. Wie gesagt: Ich verurteile keinen. Ich möchte es nur verstehen, warum Menschen - rein aus idiotischer Überzeugung des Namens willen - sich selbst geißeln. (Selbiges gilt ja auch für andere Marken/Produkte, bei denen aber ein so offensichtlicher Vergleich wie bei XBOne und PS4 oftmals leider nicht möglich ist).
Naja, Du ignorierst auch irgendwie so etwas wie das "Image", schließlich bauten und bauen dieses die Firmen für Millionen aus

. Kaum jemand kauft ein Produkt ganz objektiv. Es geht immer um Emotionen, und selbst wenn es die eigene Emotion ist ("Ich bin doch nicht blöd, und zahle das doppelte nur für eine Marke" = positive Emotion).
Es ist eben ein ganzes Konstrukt aus Gründen. Ich z.B. "kann nicht beschreiben", warum ich mich auf der 360 "unwohl" fühle. Ich habe es echt soo oft versucht. Aufgrund der besseren Multi-Titeln habe ich echt sehr viele Games irgendwann doppelt geholt (für PS3, 360 oder PC). Am Ende habe ich es nur ein paar Tage ausgehalten und schwupps bin ich wieder bei der PS3 gelandet, trotz Ihrer Schwächen.
Das ist ja nicht mal Fanboy sein, ich weiss ja auch nicht warum, und ich habe es echt oft probiert, vor einer Woche erst wieder. RdR sieht besser aus auf 360.. habe also die 360 und PS3 Version fast gleichauf gespielt.. nun wieder nur die hässlichere PS3-Version...
Ist es das "Grün" im CD der XBox, ist es die Tatsache, dass ich das XMB schöner und schneller finde (weil nicht 80% der Inhalte on Screen teaser sind?). Ich bin auch einer der wenigen hier im Blaster, der den DS3 besser findet. Der 360-Controller ist natürlich besser bei Rennspielen, aber ich mag einfach das kleinere Format. Beim DS3 habe ich das Gefühl, dass ich einen Controller in den Händen halte, beim 360 liegen meine Hände eher "um" ein klobiges Gerät. Auch die Analogsticks finde ich nicht gut beim 360-Pad, die ziehen mir zu weit.
Klar, man gewöhnt sich an alles, und nach einem halben Jahr mit dem einen oder anderen Controller fühlt sich der jeweilige andere strange an. Es gibt sekundäre Gründe wie das CEC bei der PS3, oder das total unkomplizierte BT-Headset von Sony. Dann kommen die Spiele... Ich möchte nunmal nicht auf die kleinen Seiten-/Nischenprodukte auf der PS3 verzichten, und auf der anderen Seite zieht HALO und Gears bei mir einfach nicht, KZ hingegen ist eine meiner Lieblingsserien was Shooter angeht.
Also nehme ich auf der einen Seite etwas "hin" oder "in Kauf"... aber hauptsache ich fühle mich einfach "wohl", und das kann wohl niemand irgendwie objektiv "beziffern".
Und – nicht vergessen!: Die Community.
Das war jetzt viel über die PS3 im One-Post, aber ich denke genauso geht das eben auch für Spieler, die einfach die PS3 nicht so mögen wie Ihre Box, oder gar nicht mit dem DS3 zurecht kommen.
Und warum sollte man dann, nach 7+ Jahren, die Plattform wählen? Ist das Fanboy-sein? Wenn man etwas für sich etabliert hat, dann muss es schon einen starken Impuls geben um zu wechseln. Und 100 Euro sind das nicht, und irgend ein NSA-Politikum auch nicht.
Auf der anderen Seite langweilt man sich IMMER, auch wenn es gut läuft. Irgendwann ist der Drang nach Neuem groß. Deswegen ist Erfolg auch immer ein "Auf und Ab" ... Und so sollte es auch sein!