find ich auch
hier noch was zur Story:
Der dritte Teil der Reihe wird ca. 30 Jahre nach Fallout 2 spielen, im Jahre 2271. Schauplatz wird Washington D.C. – allerdings scheint laut Bethesda der kalte Krieg in den 50´er Jahren des letzten Jahrhunderts so richtig „heiss“ geworden zu sein.
Mutanten, riesige Monsterinsekten und durchgeknallte Roboter durchstreifen die Ruinen, überall erinnern Reste von Plakaten an Litfassäulen und Hauswänden an die „goldenen 50´er Jahre“.Dazu passend spielen Musikboxen und postapokalyptische Radiostationen Hits aus den 50´ern
Der Spieler beginnt das Abenteuer als kleiner Knirps im Atomschutzbunker „Vault 101“. Geboren und aufgewachsen hinter meterdicken Stahlbetonmauern lernen wir in einzelnen Sequenzen das Leben dort kennen und wir entscheiden uns frühzeitig für eine bestimmte Ausrichtung unserer Fähigkeiten.
Denn spezielle, vorher festgelegte Charakterklassen wie in anderen Rollenspielen gibt es nicht, statt dessen wählt der Spieler an seinem 11. Geburtstag zwischen sieben unterschiedlichen Attributen aus.
Zur Auswahl stehen Stärke, Geschicklichkeit, Intelligenz, Ausdauer, Wahrnehmung, Ausstrahlung und Glück.
Zum 16. Geburtstag gibt’s statt Torte einen Fragebogen, in dem wir aus 14 unterschiedlichen Fertigkeiten unsere Favoriten wählen, darunter Waffenkunde, Technik- oder Hackerwissen, Medizin oder Schleichtalent.
Diese hängen stark von unseren Grund-Attributen ab, Intelligenz bestimmt, wie gut man mit Computern umgehen kann, Geschick wirkt sich direkt darauf aus, wie gut man schiessen oder schleichen kann.
Bereits im Bunker bekommt man erste Quests, für deren erfolgreiche Erledigung es Erfahrungspunkte gibt. Nach jedem Stufenanstieg bekommt man Punkte zur Verbesserung der Fertigkeiten, ausserdem alle 2 Stufen eine Bonusfähigkeit wie z.b. Extra-Angriffe oder eine schnellere Heilungsrate.
Alles hätte so friedlich im Bunker weiterlaufen können, aber eines Tages ist der Vater des Spielers urplötzlich verschwunden.
Nachdem der 19-jährige „Knirps“ jede Ecke abgesucht hat, bleibt nur noch eine Möglichkeit übrig – sein Erzeuger hat sich ausserhalb des Bunkers begeben. Sohnemann macht sich nun auf, seinen alten Herrn zu finden.
Treuer Begleiter jenseits der Bunkermauern ist wie schon in den ersten beiden Teilen der Pip-Boy3000, ein mobiler Mini-Computer am Handgelenk, der dem Spieler jederzeit Auskunft darüber gibt, wie es um die eigene Gesundheit steht.
Speziell den Grad radioaktiver Verstrahlung sollte man ständig im Auge behalten. Ausserdem kann man sich mittels des Computers über die eigenen Fähigkeiten informieren, er ist ein Quest-Log und verwaltet auch das Inventar.
Sogar Radio hören kann man damit - wer auf Schlager aus den goldenen 50´ern steht, dürfte voll auf seine Kosten kommen.
Der DJ einer Radiostation berichtet zusätzlich über die jüngsten Ereignisse.
Und wenn wir uns durch unsere Taten in der Welt von Fallout3 erstmal einen Namen gemacht haben, berichtet er sogar davon. Doch wir bekommen nicht nur lokale Radiostationen rein, ab und zu melden sich auch andere Personen über Funk, die sogar Aufträge zu vergeben haben.
Eine ziemlich primitive Waffe, ein Geburtstagsgeschenk aus besseren Tagen, komplettiert die Ausrüstung
Das was von Washington noch übrig ist, erinnert fatal an Katastrophenfilme wie „The Day After“, nur das in Fallout3 eine sehr viel längere Zeitspanne seit dem Krieg vergangen ist.
Atmosphärisch kommen einem auch unwillkürlich Endzeit-Klassiker wie „Der Omega-Mann“ mit Charlton Heston in den Sinn (auch wenn dort ein Virus für den Niedergang der Zivilisation verantwortlich ist).
Die wenigen Überlebenden sind in kleinen Gruppen über das Land verteilt, bewohnen kleine Siedlungen und sind häufig ziemlich „durchgeknallt“. Dazu kommen Roboter und Mutanten aller Art.
Was aber im ersten Moment wie ein hochkompliziertes Waffensystem klingt, ist in Wahrheit Bethesdas Antwort auf das alte, rundenbasierte Kampfsystem aus Fallout 1+2. Per Tastendruck pausiert man das Kampfgeschehen, danach kann man per VaultTec-Assisted-Targeting-System einzelne Körperregionen des Gegners inklusive dessen Waffe gezielt anvisieren.
Für jeden Bereich wird eine eigene, prozentuale Trefferchance angezeigt. Die Brust ist naturgemäß am einfachsten zu treffen, die Arme sind schon deutlich schwerer ins Visier zu bekommen. Am schwierigsten sind Waffen- und Kopftreffer.
Entscheidend für die Trefferchance ist bei diesem System nicht ein flinker Mausfinger, sondern wie bei einem waschechten Rolenspiel entscheiden die eigenen Fertigkeiten darüber, wie gut (oder schlecht) man mit einer Waffe treffen kann.
Aber Achtung – für jeden Einsatz von V.A.T.S. hat man nur eine bestimmte Anzahl an Aktionspunkten zur Verfügung, die einem je nach Anzahl einen oder mehrere Schüsse erlauben. Ist der Gegner danach immer noch nicht erledigt, bleibt nur der Echtzeitkampf als letzterAusweg.
Wieviele Aktionspunkte der Spieler hat und wie schnell diese sich wieder aufladen, daran feilt Bethesda derzeit noch eifrig.
Übrigens kann man Gegner auch intelligent bekämpfen, indem man sie nicht direkt anvisiert, sondern explosive Gegenstände in ihrer Nähe unter Feuer nimmt. Ein explodierender Mini-Atomreaktor eines Autowracks zum Beispiel verleiht mehr als nur eine gesunde Sonnenbräune…
Kommt man solchen radioaktiven Quellen zu nahe, steigt rasch der persönliche Strahlungslevel an.
Gleiches gilt für Wasser, das man z.b. in der Nähe von kaputten Rohrleitungen oder alten Toiletten finden kann und das die Lebensenergie wieder erhöht. Leider auf Kosten erhöhter Strahlung. Gegen die helfen nur kleine, bunte Pillen. „Rad-Away“ verringert die Strahlungsdosis, dagegen erhöht „RadX“ die eigenen Resistenzen gegen Strahlung.
Solche Pillen findet man u.a. bei toten Gegnern oder bekommt sie als Questbelohnung.
Aporopos Level – die für alte Oblivion-Recken wohl wichtigste Nachricht lautet: Bethesda hat das unseelige System der automatischen Anpassung von Gegner-Leveln an die Stufe des Spielers komplett über Bord geworfen. Nun muss jeder Spieler genau abwägen, in welche Gebiete er sich vorwagt. Sind die Gegner dort zu stark, heisst es entweder Fersengeld geben oder wie General Custer am Little Big Horn tapfer aber dämlich untergehen…
Eine letzte gute Nachricht zum Schluss – Fallout3 wird definitiv für DirectX9 entwickelt. Damit kommen auch all jene Gamer, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht auf Windows Vista inkl. DirectX10 umsteigen wollen, in den Genuss dieses post-apokalyptischen Abenteuers. Ob es überhaupt eine für DX10 optimierte Version geben wird, weiss man bei Bethesda derzeit noch selber nicht.