Ich wäre froh, wenn die Leute endlich mal aufhören würden von "zwei verschiedenen 3Ds" zu sprechen.

Künstliche 3D-Darstellung funktioniert immer nach dem selben grundlegenden Prinzip, nämlich je einem Bild für jedes Auge. Es liegt einzig und allein an den gewählten Perspektiven für die beiden Bilder, ob etwas aus dem Bild herauskommt oder ins Bild hineingeht.
Das einzige Problem an der ganzen Sache ist, dass das Bild logischerweise dort aufhört, wo der Bildschirm aufhört. Es kann nichts über den Bildschirm hinausragen, weil es sonst abgeschnitten wird, was den Effekt augenblicklich zerstört. Dieses Problem hängt natürlich direkt mit der Grösse des gewählten Bildschirms zusammen, da ein Objekt, das auf einen zukommt, entsprechend grösser dargestellt werden muss, je näher es dem Auge erscheinen soll. Wirklich komplett überzeugend wäre dies nur möglich, wenn das komplette Blickfeld vom Bildschirm eingenommen wird, damit wir die Ränder gar nicht mehr sehen können. Dies macht es beim kleinen 3DS-Screen natürlich entsprechend schwerer im Vergleich zu einer grossen Kino-Leinwand, aber der Effekt ist durchaus möglich und wird auch von manchen Spielen eingesetzt (die Metal Gear Solid 3-Demo liess z.B. Bienen und Blätter auf den Spieler zufliegen).
Im Gegensatz dazu gibt es für 3D-Effekte, die ins Bild hineingehen, kein solches Hindernis bzw. interessiert es uns nicht, weil wir es so empfinden als würden wir durch ein Fenster in eine dreidimensionale Welt hineinschauen. Was jenseits des Bildschirmrandes passiert, interessiert uns hier schlicht nicht. Und alles, was sich von uns wegbewegt, wird schlicht immer kleiner dargestellt.